Getränke und Süßes - ein Ausweg aus der Zuckerfalle


Grundsätzlich sollte Süßes, egal in welcher Form, nicht in alleine zu sich genommen werden, sondern am besten immer im Zuge einer Mahlzeit und wenn möglich nicht als Getränk. Letzteres ist nämlich die ungesündeste Form des Zuckerkonsums.
Es schädigt die Zähne stärker, es begünstigt die Entstehung von Diabetes durch eine steil ansteigende Blutzuckerkurve und der darauffolgenden starken Ausschüttung von Insulin. Letzteres führt dann wenige Stunden nachher zu einer ausgeprägten Heißhungerattacke, bei der man dann wieder Süßes zu sich nimmt.

 

Nun ja, mit Kindern ist das leider nicht immer so einfach. Omnipräsent umgeben uns Limonaden, süße Tees, Süßigkeiten etc. Dazu befindet sich in vielen Lebensmitteln Zucker in denen man es gar nicht vermutet hätte.

 

Zu Vermerken ist, dass Zucker natürlich in Lebensmitteln vorkommt, vor allem in Obst, Getreide, Milch und in sehr unterschiedlicher Menge in Gemüse. Jedoch ist diese Art des Zuckerkonsums in der Regel weniger problematisch, da es sich meist um eine viel geringere Menge an Zucker handelt, und dieser durch die Anwesenheit anderer Nährstoffe und durch seine molekulare Bindung langsamer verstoffwechselt wird, somit länger und gründlicher satt macht und uns nicht auf eine Blutzucker-Achterbahnfahrt schickt.

 

Zugesetzter Zucker, in egal welcher Form (auch Fruchtzucker!) ist problematischer. Auch Lebensmittel, die aus Obst oder mit Obst hergestellt wurden (z.B. Fruchtsäfte, oder -joghurts), die ohne zugesetzten Zucker auskommen enthalten oft sehr viel Zucker, da sie mit einer sehr großen Menge an Obst produziert wurden.

 

Meine Tipps für Euch:

- Je mehr man selbst zubereitet, desto besser lässt sich steuern was drinnen ist. Das ist neben der Zucker-Problematik auch im Hinblick auf Geschmacksverstärker, Salz und andere Lebensmittelzusatzstoffe von Vorteil.

 

- Süßes Essen ist eine Angewohnheit, die man sich genauso wieder abgewöhnen kann. Verwendet man Schritt für Schritt immer ein bischen weniger Zucker, in dem man z.B. einen Saft immer stärker verdünnt, sensibilisiert man sein Geschmacksempfinden und kommt künftig mit weniger Zucker aus, ohne das Gefühl auf etwas zu verzichten.

 

5 Tipps für eine gesunde Familienküche

Alle an einen Tisch bekommen, das ist wahrlich nicht immer einfach. Besonders beim Essen scheint hier auch der Eine oder Andere wenig kompromissbereit. Da hat man es schwer alle glücklich zu machen und dazu eine abwechslungsreiche, gesunde Küche anzubieten.

 

Hier ein paar Tipps dazu:

 

1. Organisation ist alles:

 Macht jede Woche einen Plan für die nächste Woche in dem Ihr festhaltet, was zu welcher Mahlzeit gegessen wird. Auf Basis dessen könnt Ihr dann eine Einkaufsliste schreiben und müsst so nur einmal einkaufen gehen. Das spart Zeit, Geld und man kann bewusster planen, um eine gesündere Kost zu genießen.

 

2. Zeit zum Kochen einplanen:

 Fangt nicht erst an zu überlegen was es zum Essen geben soll, wenn alle schon „dem Hungertod nahe sind“. Da muss es dann immer schnell schnell gehen.

 Überlegt am Morgen, was Ihr mittags geplant habt und wie lange ihr dafür ca. braucht. Man kann sich dann einfach einen Wecker stellen, wann man zu kochen beginnen sollte. Dasselbe gilt für das Abendessen.

 

3. Mitmachen ist alles:

 Speisen, die die ganze Familie gemeinsam zubereitet, machen Spaß und werden, insbesondere bei den Kindern, tendenziell viel besser akzeptiert. Besonders Gemüsemuffel könnte man hier gut abholen und auch schon Kleinkinder (ab ca. 2 ½ Jahren) können unter Aufsicht bereits kleinere Aufgaben übernehmen: weiches Obst und Gemüse schneiden, Gemüse schälen, Zutaten in den Topf hinzufügen, Kartoffeln stampfen, rühren, Teig ausrollen…. Dass bei derlei „Hilfe“ das Essen nicht schneller auf den Tisch kommt und das Ergebnis anspruchsvollen Köchen vielleicht etwas missfällt versteht sich von selbst. Es empfiehlt sich hier einige Arbeitsschritte auch parallel selber zu machen ;).

 

4. Mitgestalten ist alles:

 Wenn Ihr Euren Wochenspeiseplan erstellt, lasst die anderen Mitglieder der Familie auch einzelne Speisen aussuchen. So bekommt jeder einmal das, was er sich wünscht und ist dann vielleicht offener für andere Speisen.

 

5. Traut Euch und probiert was Neues aus:

 Kochen ist so vielfältig und es gibt so viele Lebensmittel, die ihr noch nicht kennt! Einfach trauen! Und wenn ihr mal eine Zutat, die in einem Rezept steht, nicht habt, dann lasst sie einfach weg oder überlegt, ob Ihr nicht etwas anderes daheim habt, das ein guter Ersatz wäre. Man muss sich nicht immer 100%ig an ein vorgegebenes Rezept halten, einfach probieren und dabei lernen!